Fussreflexzonen-Massage

 
 

Sie kann das Nervensystem beruhigen, auf Körperfunktionen ausgleichend einwirken und entgiften. Fußreflexzonen-Massage ist sanfter und unspezifischer als die Fußreflexzonen-Therapie bzw. als die Fußreflexzonen-Arbeit und beinhaltet weder Diagnose noch Therapie. Sie dient in erster Linie der genussvollen Entspannung, die für sich allerdings schon wieder eine Grundlage der Selbstheilungskräfte ist.

Da sämtliche Zonen in dieser Form massiert werden, gibt es auch einen sanften Heilreiz auf den gesamten Menschen bzw. ein ins Gleichgewicht bringen des Menschen. Treten schmerzempfindliche Zonen zu Tage, (ein Hinweise auf mögliche belastete Zonen) reicht ein sanftes Massieren oder energetisches Halten dieses Bereiches, um auch so einen positiven Einfluss auf das Lösen von Energieblockaden zu haben.

Die FRZ-Massage kann sich z.B. positiv auf einen ,,nervösen" Magen, Menstruationsschmerzen und Schlafstörungen auswirken.

Zur Geschichte:

Schon vor etwa 5000 Jahren waren in China und Indien Druckpunktbehandlungen bekannt. Sie wurden vermutlich durch die Akupunktur verdrängt und sind wieder in Vergessenheit geraten. Indianerstämme Nord- und Mittelamerikas haben sich seit Jahrhunderten ein Wissen über ein Mikrosystem zur Schmerzbehandlung erhalten.

Im 15. Jahrhundert ließen in Mitteleuropa mehrere Ärzte die organ-ferne Druckpunktbehandlung wieder aufleben. Dr. med. William Fitzgerald (1872-1942) aus den USA setzte sich Anfang des 20. Jahrhunderts wieder mit dieser Behandlungsform auseinander. Er bezog vermutlich das überlieferte indianische Medizinwissen in sein Ordnungssystem ein und entwickelte so ein 10 Zonen Raster des menschlichen Körpers für seine ,,Zonentherapie" bzw. ,,Zone Therapy". Er behandelte über die Reflexzonen an Händen und Füßen und verfasse 1917 dazu ein Buch mit Krankengeschichten und Therapievorschlägen für Ärzte sämtlicher Bereiche.

Diese Zonentherapie wurde um 1925 die bekannteste manuelle Therapie in den Vereinigten Staaten. Auf diesen Grundlagen baute die amerikanische Masseurin Eunice Ingham unter Einbeziehung ihrer eigenen praktischen Beobachtungen eine eigenständige Reflexzonenmassage für die Füße auf. Sie entwickelte spezielle Massagetechniken für die Füße und veröffentlichte 1938 eine Schrift mit dem Thema: ,,Geschichten, die die Füße erzählen; Reflexzonen der Füße: neues Diagnose- und Therapiesystem."

1958 entdeckte die gelernte Masseurin und Krankenschwester Hanne Marquardt dieses Buch und war so davon so beeindruckt, dass sie die nächsten 9 Jahre die Reflexzonentherapie am Fuß in ihrer Heilpraktikerpraxis praktisch studierte und vervollkommnete.1967 gründete sie eine Lehrstätte, in der sie seit dem diese Methode medizinischen Fachkräften vermittelt.

1975 brachte sie das Standardwerk für die heute im europäischen Raum angewandte ,,Reflexzonen-Arbeit am Fuß" heraus. Im Laufe der Jahre entdeckten verschiedene Heilpraktiker und Ärzte noch weitere Diagnose- und Behandlungszonen an den Füßen. Zum Beispiel fand W. Froneberg Zonen, die auf das vegetative Nervensystem sowie auch Zonen, die auf die Sehnen des Beckenbereiches wirken können.